Mein erster Besuch auf dem JDS – Jenseits der Siegel 2012

JDS 2012

Vergangenes Wochenende ging das Jenseits der Siegel, ein LARP Ambiente – Con im Rahmen der Mythodea Reihe, zu Ende. Viele LARPer, die das Conquest of Mythodea im Sommer besuchen kennen diese Veranstaltung, haben den Konvent selbst aber noch nie besucht. Ebenso Starkad und seine Begleiterin Sekretaria Cahira. Um diese Lücke zu füllen, haben die beiden dieses Jahr die Reise in den Hartz, genauer gesagt, in Richtung Burg Lohra bei Großlohra angetreten. Die Eindrücke und Impressionen, die Starkad sammeln konnte, hat er hier niedergeschrieben.

Nach einer etwas schleppenden Anfahrt durch den Bummel-Hartz, kamen wir dann nach einem kurzen Schlenker doch recht gut aufs Gelände, welches mir bis dahin noch unbekannt war. Anfahrt, Ausladen, Zeltzuweisung und Parken verlief alles Problemlos, dank schneller Einweisung durch SL und Lagerleitungsspieler.

Das Gelände vor der Burg, war leider mit seinen Häuschen und den Fussballtoren etwas modern. Auch standen überall zwischen den Häusern noch moderne Gerätschaften herum, was das Umfeld des Ambiente-Cons etwas störte. Zur Burg hin, auf dem Jahrmarkstplatz und in der Tiefe der einzelnen Spielerlager wurde es dann aber immer stimmiger und auch die Innenräume der Burg, welche ich zu sehen bekam waren schön dekoriert.

Fahrende und parkende Autos auf dem Gelände auch wärend der Veranstaltung, waren allerdings ein weiterer Störfaktor, den man nicht immer ganz ausblenden konnte. Sanitäre Anlagen waren ausreichend vorhanden und schnell erreichbar. Es gab sowohl fest installiete Toilleten, als auch Dixies für die Eiligen und ein par Duschen, die man morgens nach kurzem warten auch heiß genießen konnte.

Das Wetter am vergangenen Wochenende war extrem wechselhaft, weswegen man sich gefühlte fünf mal am Tag umziehen durfte. Am Anfang eine arschkalte Nacht mit halb erforenen Beinen bei -8 °C im Vorhartz, danach wurde es stetig schwüler und wärmer. Regen gab es zum Glück nur selten und so war es insgesamt noch recht angenehm, wenn man genug Wechselklamotte eingepackt hatte.

Da das ganze ja ein Ambiente-Con war, rechnete man ohnehin nicht mit einem übergreifenden Haupt- Abenteuer – Großplot und so habe ich diesen auch nicht gefunden oder mußte über ihn stolpern. Allerdings hätte ich mir im Ramen des Konventes, als welches es ja angekündigt war, eine öffentlichere Planung mit zeremoniellen Veranstaltungen für viel Publikum gewünscht.

Stattdessen fand dieser Teil der Veranstaltung meist in geschlossenen Gesellschaften statt. Unterhaltung für das Volk gab es indes auf dem Jahrmarkt, dies dann aber auch in Hülle und Fülle. Daneben gab es noch eine Vielzahl an kleineren Plots, wobei sich die Entedeckungsrate gegen Samstag Nachmittag exponentiell steigerte, sodass ich die Wahl gehabt hätte mich gleichzeitig an sieben verschiedenen Ritualen / Aktionen zu beteiligen.

Viel Handlung wurde vor allem durch das langjährige Polit-Spiel der Spieler- und NSC Gruppen auf Mythodea mitgebracht. Aber auch Geheimnisse, Rätsel und Flüche des Kontinents galt es hin und wieder zu enthüllen. Für die ganz kampfwütigen standen ab etwa dem dritten Tag dann noch Portalreisen zur Verfügung, bei denen es meist zu harten und äußerst blutigen Schlachten gekommen sein soll, auch wenn sich die Verluste doch meist in Grenzen hielten. Daneben gab es noch Aggresionspotential durch einen fanatischen Igniskult, von dem ich mir im Vorfeld allerdings etwas mehr erhofft hätte, jedoch war ich oft auch mit anderen Dingen beschäftigt.
Was habe ich aus dem JDS gemacht?

Am Anfang waren wir noch etwas orientierungslos, aber im Laufe der Zeit haben wir dann schnell einige neue und alte Kontakte geknüpft und viel unserer Zeit dafür aufgewendet, was Starkad – mein Char – so eigentlich auch geplant hatte:

Eine Bildungsreise, bei der wir unser Wissen über Mythodea gründlich vertiefen und viele neue Informationsquellen erschließen konnten. Hat von daher gut funktioniert, auch wenn ich dadurch von dem aktionslastigen Teil des Cons wenig mitbekommen habe. Hin und wieder haben wir uns zwischendurch dann sogar kurz vergnügt und gegen Ende wurde Starkad dann sogar noch in ein Ritual mit hineingezogen, was auch Folgen für seine Charkatergeschichte haben dürfte.
Mein Gesamteindruck.

Dies war mein erster “Jenseits der Siegel” Con nach vielen Jahren in Mythodea. Der Con eignet sich meiner Meinung nach hauptsächlich für Charaktere, die ihr Wissen um den Kontinent und die Handlungen dort extrem vertiefen wollen, oder die sowieso politisch in Mythodea gebunden sind.

Aber auch große Gruppen, die viele unterstützende Charaktere wie Diener, Schreiber und Leibwachen mit sich bringen können hier auf ihre Kosten kommen, so die betrteffenden Spieler in ihren Rollen aufgehen und kein Problem damit haben auch einmal eine Stunde schweigend in einer Ecke zu stehen und zu lauschen.

Ansonten stellt der Jahrmarkt für Vergnügungs- und Abenteurercharaktere sicherlich auch einen großen Reiz dar, ist er doch nicht ganz so bunt wie auf dem Conquest und trotzdem gut gefüllt und belebt. Insgesamt war es mir mit den Sachen die ich mir ausgesucht habe etwas zu ruhig, aber das ist ja auch immer ein wenig die eigene Schuld.

Ob ich noch einmal zum Konvent reisen werde, kann ich im Moment noch nicht sagen, aber das ganze hat Potential, wenn man die Zeit und das Geld zufällig gerade über hat, ist aber kein dringendes Muss im Kalender geworden.